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Pressemitteilung


Patsy Payne und Filip Haag

14. August - 18. September 2011


Tom Blaess und die ausstellenden Kunstschaffenden Patsy Payne und Filip Haag haben je individuell in Kollaboration neue Werke geschaffen, die sich mit den sehr unterschiedlichern Herangehensweisen gut ergänzen: Wo Haag prozessorientiert arbeitet ist Payne eine konzeptuelle Künstlerin, die jedoch ihrer Intuition ebenso vertraut wie Haag.

Filip Haag: Pigmentdruck

Filip Haag und der Drucker Tom Blaess haben in einer neuen Serie ihre langjährige Zusammenarbeit fortgeführt und erweitert. Standen bisher jeweils fotochemische Prozesse am Anfang der Zusammenarbeit, so wurden nun auch und vor allem besondere Lacke und Tuschen eingesetzt. Immer steht für Filip Haag das Material, die Farbe im Ursprung eines Werkes. In enger Zusammenarbeit mit Tom Blaess erhalten die Roh-Stoffe mittels Grössenverschiebungen, Fokussierungen, Überlagerungen, Drehungen und Spiegelungen ihren präzisen Schliff und eine gültige Form: ein Leben.

"Wer Haags Werke genauer ansieht, entdeckt zuerst einmal einen Kosmos voller räumlicher Tiefe, Kosmen, die sowohl in das Mikro- als auch in das Makrokosmische reichen - von Zellen also bis ins All. … Fast hat man das Gefühl, in diesen Flüssen, Fliessungen, Verwerfungen, Ballungen, Ex- und Implosionen entstehe auf jedem Bild eine neue Galaxie oder, umgekehrt, eine neue Zellordnung, die sich aus sich selbst hinaus weiterentwickeln könnten. …

Haag ist ein materialistischer Künstler, der den Eigengesetzlichkeiten der Materie vertraut - eben weil er sich ganz genau kennt und weil er weiss, welche Materie mit welcher welche Reaktionen auslöst. Und so ist diese Kunst nicht nur eminent materialistisch, sondern auch prozessorientiert. " (Konrad Tobler)


Patsy Payne: Fotoradierung auf Pigmentdruck

Payne führt die Betrachtenden einmal mehr in einen meditativen, symbolischen Raum. Es ist ein transparenter Raum, leichter als Luft nannte ihn die Kunsttheoretikerin Sandy Stone einmal. Das Individuum, beladen mit der Geschichte der westlichen Kultur und das persönliche Narrativ können eine Begegnung wagen mit der natürlichen Welt. Wir können die natürliche Welt betrachten und das Bedürfnis erkennen, sie zu bewahren oder sie zu durchdringen. Wie auch immer sind Kultur und Natur nicht gegensätzlich, sie bedingen einander, eines geht aus dem anderen hervor. Erde und Himmel sind schuppenförmig übereinander geschichtet und verändert in Paynes Bildern. Räume für neue Narrative werden eröffnet.

Tom Blaess
Bern, 2011


 

Ausstellung Patsy Payne und Filip Haag:

Die Ausstellung im Druckatelier/Galerie Tom Blaess, Uferweg 10b, 3013 Bern, ist wie folgt geöffnet:

Vernissage: Sonntag 14. August, 12 - 17 Uhr
Einführung: Susanne Bieri, Leiterin Grafische Sammlung der Nationalbibliothek um 14 Uhr

Finissage: Sonntag 18. September, 12 - 17 Uhr

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag: 14 - 17 Uhr, Sonntag: 12 - 17 Uhr.


Weitere Informationen: Ausstellung